Lauterbach, 3.
November 2016
Der Charme des
Fremden.
Warum wir uns niemandem verschließen sollten
Vortrag von Dr.
Christoph Quarch
Das Fremde und das Andere: Das Fremde ist das Unheimliche,
Unbekannte – das, was es zu entdecken gibt. Sich ihm zu öffnen, ermöglicht
Wachstum und Potenzialentfaltung. Das Andere dagegen ist bekannt. Es ist das,
was man nicht ist. Sich ihm zu öffnen, führt zu einer klareren Konturierung des
Eigenen. Um zu sich zu kommen und innerlich zu wachsen, braucht der Mensch
beides. Ein Plädoyer für eine Kultur des Sich-Öffnens.
Warum wir die Antike für Europa brauchen oder Europa packt den Stier bei den Hörnern! Ein Philosophieabend mit Dr. Christoph Quarch
Unsere abendländische Kultur schwankt, Europa ist in einer Krise. Die europäische Staatengemeinschaft droht zu zerfallen, die europäischen Werte verblassen, die europäische Kultur schwächelt. In einer solchen Situation ist es gut, sich auf die eigenen Wurzeln zu besinnen. Diese Wurzeln finden wir im antiken Griechenland, in dem der europäische Geist geboren wurde. Dorthin müssen wir schauen, wenn es um eine Wiedergeburt – eine neue Renaissance Europas geht.
Christoph Quarch bringt den antiken Geist zur Sprache und zeigt seine Aktualität für unser persönliches, kulturelles und politisches Leben.
Livemitschnitt Vortrag am 28.6.2017 im Pompejanum in Aschaffenburg.
Konsum – mehr Macht als wir glauben
Christoph Quarch wirbt in seinem Vortrag (gehalten am 30. März 2017 in Hamburg für Netzwerk Ethik heute in Kooperation der Heinrich Böll Stiftung) für ein neues Denken. Erst wenn der Mensch sich nicht mehr über den Konsum definiert und sein kreatives Potenzial entfaltet, könne er politisch handeln und die Welt verändern.
Quarch spannte den Bogen von der persönlichen zur gesellschaftlichen Entwicklung. Wie wurde im Zuge der Industrialisierung aus dem Menschen ein Konsument, eine Verbraucherin, ein User?
Und wie können wir unser Menschsein zurückgewinnen? Wie werden wir wieder das, was wir eigentlich sind: lebendige, kreative Menschen, die sich mit anderen verbunden fühlen. Erst wenn wir unsere menschlichen Potenziale wiederentdecken, so der Philosoph, können wir Macht zurückgewinnen und im Sinne der Philosophin Hannah Arendt gemeinsam politisch handeln.
Gemeinsinn. Was uns allen gut tut
Sie sind nicht allein. Ob es Ihnen nun passt oder nicht: Immer sind Sie auch Teil eines Größeren – eines Gemeinwesens, ohne das es Sie als Individuum nicht gäbe. Aber sind Sie sich dessen auch bewusst? Ist der Sinn für das Ganze in Ihnen lebendig? Oder verhalten Sie sich wie die meisten Menschen, die über ihre persönlichen Bedürfnisse und Interessen den Gemeinsinn verkümmern lassen – und darunter zunehmend leiden. Zwangsläufig, denn der Mensch ist ein soziales Wesen. Er entfaltet nur dann sein Potenzial, wenn er Verbundenheit erfährt und sein Gemeinsinn lebendig ist.
Christoph Quarch erläutert, was es mit dem Gemeinsinn auf sich hat und unterbreitet Vorschläge, wie er in Deutschland neu belebt werden kann.
Livevortragsmitschnitt, Miltenberg 10. April 2015