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    Konsum – Mehr Macht als wir glauben.

    Konsum – mehr Macht als wir glauben

    Christoph Quarch wirbt in seinem Vortrag (gehalten am 30. März 2017 in Hamburg für Netzwerk Ethik heute in Kooperation der Heinrich Böll Stiftung) für ein neues Denken. Erst wenn der Mensch sich nicht mehr über den Konsum definiert und sein kreatives Potenzial entfaltet, könne er politisch handeln und die Welt verändern.

    Quarch spannte den Bogen von der persönlichen zur gesellschaftlichen Entwicklung. Wie wurde im Zuge der Industrialisierung aus dem Menschen ein Konsument, eine Verbraucherin, ein User?

    Und wie können wir unser Menschsein zurückgewinnen? Wie werden wir wieder das, was wir eigentlich sind: lebendige, kreative Menschen, die sich mit anderen verbunden fühlen. Erst wenn wir unsere menschlichen Potenziale wiederentdecken, so der Philosoph, können wir Macht zurückgewinnen und im Sinne der Philosophin Hannah Arendt gemeinsam politisch handeln.

    Gemeinsinn

    Gemeinsinn. Was uns allen gut tut

    Sie sind nicht allein. Ob es Ihnen nun passt oder nicht: Immer sind Sie auch Teil eines Größeren – eines Gemeinwesens, ohne das es Sie als Individuum nicht gäbe. Aber sind Sie sich dessen auch bewusst? Ist der Sinn für das Ganze in Ihnen lebendig? Oder verhalten Sie sich wie die meisten Menschen, die über ihre persönlichen Bedürfnisse und Interessen den Gemeinsinn verkümmern lassen – und darunter zunehmend leiden. Zwangsläufig, denn der Mensch ist ein soziales Wesen. Er entfaltet nur dann sein Potenzial, wenn er Verbundenheit erfährt und sein Gemeinsinn lebendig ist.

    Christoph Quarch erläutert, was es mit dem Gemeinsinn auf sich hat und unterbreitet Vorschläge, wie er in Deutschland neu belebt werden kann.

    Livevortragsmitschnitt, Miltenberg 10. April 2015